×

Warnung

Löschen fehlgeschlagen: bootstrap.css
Löschen fehlgeschlagen: bootstrap-responsive.css
Löschen fehlgeschlagen: template.css
Löschen fehlgeschlagen: override.css
Löschen fehlgeschlagen: error.css
Löschen fehlgeschlagen: print.css
Löschen fehlgeschlagen: mail.css

Von Kappeln bis nach Borkum

Am 24. März ist es soweit - 'Kappeln Bridge' öffnet sich für uns! Bis buchstäblich zur letzten Sekunde werden noch Arbeiten am Schiff vorgenommen: 30 Minuten vor unserer geplanten Abfahrt wird noch die Sprayhood demontiert und zur Reparatur weggetragen. Ein befreundeter Segelmacher will uns partout nicht mit einem Riss in der Sprayhood starten lassen. 28 Minuten später ist sie aber tatsächlich wieder da, mit einem Flicken am richtigen Fleck! Auch die letzten Kabel für den neuen Autopiloten werden noch unterwegs auf dem Nord-Ostsee-Kanal verlegt.

Das Wetter kann besser kaum sein, nach einem langen dunklen Winter zeigt sich die Sonne und es wird richtig warm. Allerdings stellt sich schon auf dem kurzen Stück auf der Ostsee kurz vor dem Nord-Ostsee-Kanal heraus, dass die Einkreiskühlung unseres Motors zu schwach ist, um gleichzeitig den neuen Warmwasserboiler zu heizen und den Motor zu kühlen. Der Motor schlägt nach wenigen Stunden wegen Überhitzung Alarm und wir müssen unser fein ausgeklügeltes, neues Warmwassersystem wieder zurück bauen. Nun ja, Warmwasser an Bord ist sowieso überbewertet - wir beschließen einfach nicht mehr zu duschen. An fehlendem Warmwasser soll unser Start nicht scheitern...

Ansonsten verläuft die Fahrt entspannt, wir geniessen die Sonne und ankern später auf dem Nord-Ostsee-Kanal. Kurz bevor wir uns auf die Nordsee hinaus wagen, füllen wir noch einmal unsere Reserven an Diesel und Wasser in Cuxhaven auf (und duschen noch einmal ganz lange und warm) und setzen unsere Reise dann mit dem Ziel Brighton fort. In der ersten Nacht auf der Nordsee bemerkt Lutz, dass unser Autopilot heimlich zickzack fährt! Offensichtlich gefallen ihm der starke Wind und die hohen Wellen der Nordsee nicht so gut. Also steuern wir umgehend den nächst gelegenen Hafen an, um das Problem zu lösen: Helgoland.

Auf Helgoland kommen sofort Erinnerungen an Schulausflüge und Klassenfahrten auf. Für einen Notstopp haben wir uns eine wirklich schöne Insel ausgesucht. Im ruhigen Hafenbecken stellen wir den Autopiloten neu ein und starten am Nachmittag wieder frohen Mutes Richtung Brighton. Der Autopilot hält jedoch nicht durch und bricht zwölf Stunden später mit lautem Knall von seiner Halterung am Ruderschaft ab, bei völliger Dunkelheit, 25 Knoten Wind und zweieinhalb Meter hohen Wellen. Unser Bullenstander verhindert aber das Schlimmste bei der darauf folgenden Patenthalse. Ab jetzt steuern wir wieder per Hand und suchen uns den nächst besten Hafen für die Reparatur, wieder ein klassisches Klassenfahrten Ziel: Borkum.

Die Halterung wird umgehend repariert, aber wir müssen trotzdem ein paar Tage vor Ort bleiben, da der Wind inzwischen zum halben Sturm geworden ist und ein Auslaufen verhindert.  Wir verbringen die Zeit mit schönen Spaziergängen und bewundern die vielen gigantisch großen Windräder aus der Nähe.

  • Unsere Dreier Crew: Lutz (vorn), Johanna und Patrik aus Finnland, der uns die ersten Wochen unterstützt
  • Unsere rund 360° kurz vor der Abreise in Kappeln
  • Wir starten und kehren Kappeln den Rücken!
  • Lutz steuert uns aus der Elbe in Richtung Nordsee
  • Frisch geduscht verlassen wir die Marina in Cuxhaven

  • Auf der Elbe haben wir die Strömung am späten Nachmittag mit uns
  • Notstopp auf Helgoland
  • Johanna steuert Borkum an
  • Wir halten uns am Rande des Fahrwassers, um den vielen Containerschiffen nicht in die Quere zu kommen. Eine der letzten Fahrwassertonnen vor der offenen See

.