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Mit neu geschweisster und verstärkter Halterung für den Autopiloten geht es auf's Neue Richtung Brighton. Die Crew ist allerdings inzwischen ein wenig skeptisch, ob wir dort jemals ankommen werden. Es gibt schon Pläne, den Sommer auf Borkum zu verbringen...

Von Borkum aus segeln wir nun näher an der Küste entlang. Vorher haben wir uns einen Weg zwischen den viel befahrenen Verkerhstrennungsgebieten (Autobahnen für die Großschifffahrt) weit weg von der Küste ausgesucht, wo man mit sehr viel weniger Fischerbooten und anderen Freizeitskippern rechnen kann. So nah an der Küste müssen wir nicht nur den vielen Fischern, sondern auch den Arbeitschiffen ausweichen, die Tag und Nacht ihre Kreise ziehen.

Vor Rotterdam begegnen wir unseren ersten Delfinen! Aus unerfindlichen Gründen haben sie sich das Seegebiet vor dem größten Industriehafen Europas zum Verweilen ausgesucht. Hier herrscht mit Abstand das höchste Verkehrsaufkommen, das uns auf unserer Reise bis jetzt untergekommen ist. Der Bildschirm des Kartenplotters reicht kaum aus, um alle Schiffe um uns herum darzustellen.

Unser schönstes und beeindruckendstes Erlebnis bisher ist uns anfangs nicht so ganz geheuer. Im Morgengrauen tauchen aus dem Nebel vor Amsterdam etwa fünfzehn alte Drei- und Zweimaster auf! Sie kreuzen direkt unseren Weg, und wir befinden uns bald mitten im Getümmel. Was erst ausssieht wie ein Geschwader aus 'Fluch der Karibik', ist höchstwahrscheinlich eine 'Oldtimer' Regatta.

Zum Tanken suchen wir uns einen kleinen holländischen Hafen aus, den man nur durch eine Schleuse mit Klappbrücke erreichen kann. Unsere Handbücher zeigen dort eine Tankstelle an mit dem Kommentar, zügig zu schleusen, da der gesamte holländische Autoverkehr vor dieser Klappbrücke zum Erliegen kommt. Wir richten diesen enormen volkswirtschaftlichen Schaden durch unser Hin-und Her- Schleusen allerdings ganz umsonst an, denn die Tankstelle ist geschlossen, und wir müssen uns andernorts zu Fuß mit Kanistern auf den Weg zu einer Autotankstelle machen.

Bald darauf überqueren wir den Ärmelkanal und laufen Dover bei Sonnenuntergang an. Die britische Höflichkeit und Freundlichkeit bemerken wir schon beim Funken mit der Dover Port Control, und Lutz und ich fühlen uns gleich wieder heimisch. Wir haben beide aus beruflichen Gründen viele Jahre in London verbracht. Die See ist ruhig und so bleibt der Adrenalinschub beim Einholen des Vorsegels diesmal aus. Ganz anders auf der Nordsee bei Wind und Welle. Da kommen die Wellen ganz über's Schiff, und man duscht dann gleich mehrfach unfreiwillig, während man das Vorsegel einholt und an der Reling festbindet, ganz zu schweigen vom starken Auf und Ab, das zum Festklammern an der Reling zwingt um nicht über Bord zu gehen..  Bis auf die Handschuhe hält unsere Kleidung den Salzwasserduschen aber ganz gut stand. Die kalte Erfrischung beschränkt sich somit aufs Gesicht.

In Dover widerstehen wir der Einladung des Tankwarts zu englischem Bier und Essen in der nächsten Kneipe und setzen unseren Weg nach Brighton fort - rasend schnell dank günstiger Strömung. Die nicht enden wollenden Probleme mit unserem Autopiloten gehen aber auch in dieser Nacht weiter und die Sicherung der Hydraulik brennt überaschent durch. Aus Sicherheitsgründen steuern wir lieber per Hand weiter.

  • Ein 'Panamax'- ein Containerschiff, das sich in Größe und Form an der maximal zulässigen Größe im Panamakanal orientiert
  • Aus der Nähe sehen sie weniger unheimlich aus
  • Aus dem Nebel tauchen frühmorgens 'Piratenschiffe' auf
  • Beim 'Tanken' in Holland

  • Unsere britische Gastlandflagge bringen wir erst links an, da man ja auch falschherum fährt auf der Insel
  • Lutz bewegt sich inzwischen schon ganz sicher an Deck!
  • Aber unserem finnischen Mitsegler zuliebe nehmen wir sie wieder runter..
  • und bringen sie auf der richtigen, rechten Seite an
  • Brighton Pier

Die Einfahrt in die Brighton Marina ist recht aufregend, da wir wissen, dass die Fahrrinne seitlich versandet ist. Bei uns geht alles gut. Aber am nächsten Tag bewundern wir einige andere Boote, die sich anscheinend mühelos auf der Stelle halten können und das trotz starker Strömung und Wind! Diese herausragenden Skipperfähigkeiten, die besonders Lutz beeindrucken, werden entlarvt, als ein Schlepper der Marina ihnen zur Hilfe eilt und sie mühsam aus dem Schlamm zieht...

Die Brighton Marina ist die größte Grossbritanniens und so nutzen wir die Gelegenheit, noch fehlende Ausrüstungsgegenstände zu besorgen und den Autopiloten überprüfen zu lassen. Wir erstehen einen Radarreflektor mit eingebautem IQ-Test, den wir alle drei leider nicht bestehen und ihn zurück in den Laden bringen. Dort versuchen sich sogleich alle Angestellten am Zusammenbau dieser geometrischen Figur und auch alle anderen Kunden, die vorbei kommen. Drei Stunden und viele Testteilnehmer später versucht sich der letzte 'erfahrene' Segler daran und bricht mit den Worten 'This must be a French product!' ab.

Nun haben wir ein komplett anderes Modell an Bord und das französische Produkt wird aus dem Sortiment genommen. Ansonsten geniessen wir England und Lutz versucht erfolglos, die übrige Crew vom englischen Ale zu begeistern. Auch Johannas Versuch, den anderen Marmite schmackhaft zu machen, missglückt. Einzig die Salt and Vinegar Crisps finden bei uns allen Anklang.

  • Camaret sur Mer in der Nähe von Brest
  • Der Leuchtturm in unserem Hafen
  • In Camaret sur Mer gehoert die Fischerei der Vergangenheit an, und die Boote verfallen am Strand
  • Wir treffen zufaellig einen Freund aus Schottland mitten auf dem Meer!
  • ..und laedt zum Wandern ein

  • Die Bretagne hat wunderschöne Straende..
  • Wir lassen uns was einfallen, um nicht tauchen gehen zu müssen in dem kalten Wasser und reparieren das Ruderlager
  • Das Dinghi wird auch zum ersten Mal ausprobiert
  • John erkennt unser Boot auf offener See und kontaktiert uns über Funk

 

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